Praxis - Ein Überblick

Seelsorge, Beratung und Prävention

„Hilfekonferenz“ als multidisziplinäres Organ zur Vernetzung der Bereiche des Kollegs in psycho- / sozialpädagogischen Fragestellungen und zur Koordination und Vermittlung von Hilfen

Seelsorgliche Beratung und Intervention für einzelne und Gruppen (in erster Linie Schüler(innen) aber auch Lehrer, Eltern oder weitere Mitarbeitende)

 

Engagement für andere / Menschsein für andere:

Qualifizierungsprogramm Führung – kompakt und anschließende Praxisbegleitung für

Schülermentor(innen) (Klasse 9)

Kursleitungen der Besinnungstage (Q1)

[Sozialpraktikum mit Entsendungs- und Abschlussgottesdienst (E-Ph)]

 

Einführungs- bzw. Auffrischungsstunde: Kollegsseelsorge und der Auftrag einer Jesuitisch / Ignatianischen Pädagogik

Regelmäßig Klasse 5 (nur unregelmäßg in allen anderen Kursen und Klassen)

 

Liturgie / Erzählgottesdienste / Sakrament der Versöhnung

(in enger Kooperation mit den Fachschaften kath. und ev. Religionslehre)

Schulgottesdienste für jeweils SEK I und jeweils SEK II am Aschermittwoch, zum Schuljahresbeginn und zum Schuljahresende (Patronats- und Kollegsfest)

 

Liturgie und Gottesdienste in der SEK I (Stufenweise 14tägig)

Klasse 5: Einführung in die und Einübung der Stille; Erzählgottesdienste und Katechesen zu den Patriarchen (Liturgisches Lernen)

Klasse 6: Übung der Stille; Erzählgottesdienste und Katechesen zu Jesus Christus, Heilungsgeschichten (Liturgisches Lernen)

Klassen 7., 8., 9. Nach den jeweils aktuellen Themen orientiert (um Freiheit, Entscheidungsfindung, Persönlichkeitsbildung kreisend)

Liturgie und Gottesdienste in der SEK II (Stufenweise 14tägig)

•die Kurse (i.d.R. des Faches Religion) haben die Möglichkeit selbstorganisierte Gottesdienste (Eucharistie, Meditationen, Andachten etc.) zu feiern (in Kooperation mit der Seelsorge etc.)

 

Versöhungssakrament (Advents und Fastenzeit)

SEK I: Versöhnungsgottesdienste mit anschließender Gelegenheit zum Empfang des Versöhnungssakramtes (nach Stufen bzw. Klassen differenziert).

SEK II: Versöhnungsgottesdienst / -meditation /-besinnung mit anschließender Gelegenheit zum Empfang des Versöhnungssakramentes (nach den Religionskursen differenziert).

 

Roratemessen in der Adventszeit

 

Geistliche Übungen

Klasse 9: Besinnungstage mit Elementen der jesuitischen/Ignatianischen Exerzitien (Tage religiöser Orientierung; obligatorisch); 2 Übernachtungen pro Klasse/Lerngruppe

Qualifizierungphase I: Besinnungstage in Taizé mit Elementen der jesuitischen/ign. Exerzitien (Tage religiöser Orientierung); obligatorisch; 5 Übernachtungen

Qualifizierungsphase II: Jugendexerzitien für Abiturient(innen); Teilnahme freiwillig, i.d.R. 6 Übernachtungen

 

Internat bzw. Gonzagaprep für Oberstufenschüler(innen):

Grundkurs des Glaubens (auch als Vorbereitung auf das Firmsakrament) – nach Bedarf

Feier der Eucharistie

Begleitung von Fahrten

Beratung und Seelsorge

 

Aufnahme in die Schule

Regelmäßige Aufnahme-/Bewerbungsinterviews im Rahmen des Auswahlverfahrens neuer Schülerinnen und Schüler (gem.§14, Abs 2., Satz 2, „Ordnungen der Schule des Aloisiuskollegs“)

 

Verwaltungstätigkeiten

Für alle Maßnahmen: Beantragung und Abrechnung von Fördermitteln, Berichtswesen, Buchung von Unterkünften und Transferen (Busse etc.)

 

Perspektivisch

„Koinonia“: Klasse 5 und 6 Grundlagenprogramm „Soziales Lernen“

□ Einander Kennenlernen und Kennenlernen der religiösen, geistlichen „Eigenheiten“ der „differentia specifica“ für Schüler und Eltern der Klasse 5 – von Schülern und Eltern der Klasse 6

□ Für alle Schüler(innen): Einübung der „Unterscheidung der Geister“. „Examen“ (angeleiteter geistlicher Rückblick auf die Schulwoche 1x wöchentlich z.B. am Mittwoch (nach den „Geistlichen Übungen“ des Ignatius v. Loyola)

□ Q II: „Das Große-Examen“. Relfexionstag der gesamten Schulzeit zum Ende der Schullaufbahn

□ 1x jährlich: Vorstellung der Kollegsseelsorge und der Jesuitisch/Ignatianischen Pädagogik (in allen Kursen und Klassen)

□ Einbindung des täglichen Schulgebetes in den Stundenplan der Schule

□ Förderung eines (größeren) Bewusstseins im „Schulprogramm“ und der Kollegskultur für die „4 C’s“[1] .

□ Organisation von Bildungsveranstaltungen (Vorträge, Versammlungen, Kurse) über diese 4 C’s.

 

 

 

[1] Vgl. „Jesuitische Erziehung und Bildung zielt auf außergewöhnliche Menschlichkeit“. Generalskurie, Rom 2015. (1) Bewusste Menschen (conscience): Die Fähigkeit zur Unterscheidung und Entscheidung ist notwendig für das Wohlergehen des Individuums und der Gesellschaft. Jesuitische Bildung zielt darauf, freie, urteilsfähige Menschen zu bilden, die ihr persönliches Urteilsvermögen nutzen, die Welt zu verändern.

(2) Befähigte Menschen (competent): Eine „kompetente“ Person ist in der Lage, Wissen und Fähigkeiten zu verstehen und zu nutzen, um in ihrem eigenen Kontext zu leben und ihn zu gestalten; sie ist in der Lage, Teil einer dynamischen Welt zu sein und ein Lebensprojekt für andere und mit anderen zu entwickeln; ist in der Lage, die intellektuellen, akademischen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten, die für den beruflichen und menschlichen Fortschritt benötigt werden, zu entwickeln. (3) Barmherzige Menschen (compassionate): Barmherzigkeit bedeutet nicht einfach nur, Mitleid für jemanden oder eine Gruppe von Menschen zu empfinden. Eine barmherzige Grundhaltung erkennt die Menschenwürde an; den Wert einer Person, der seien Ursprung darin hat, von Gott geschaffen und geliebt zu sein. (4) Beteiligte Menschen (committed): Eine engagierte Person handelt mutig. Durch die Offenheit für die Führung des Geistes Gottes und die Freundschaft mit Jesus Christus wird der Mensch in die Lage versetzt, die dringenden Bedürfnisse der Zeit zu erkennen. So können soziale und politische Veränderungen und struktureller Wandel bewirkt werden, um Gerechtigkeit zu schaffen.