Hintergründe

Als im Jahr 1540 die noch junge Gemeinschaft um den baskischen Adeligen Ignatius von Loyola vom Papst als Gesellschaft Jesu (Jesuiten) bestätigt wurde, dachte noch niemand im Entferntesten daran, dass sich dieser Orden einmal im Feld Bildung und Schule betätigen sollte.

 

Ursprünglich zielte diese kleine Gruppe nur eines an: "Den Seelen helfen" (iuvare animas). Auf den Punkt gebracht meinten sie damit: Den Menschen darin zu unterstützen, sich zu einer urteilsfähigen und freien Persönlichkeit zu entfalten. Dies versuchten die Mitglieder der noch jungen Ordensgemeinschaft in erster Linie zu erreichen: In der Pflege von Kranken, im Besuchen von Gefangenen, im Geben von Almosen (welche sie selber ebettelt hatten), im Predigen, im Beichte-hören, im Versöhnen von Zerstrittenen, im Geben der "Geistlichen Übungen" (Exerzitien) und - ausdrücklich - im besonderen Engagement für die Kinder und Jugendlichen.

 

Bereits 7 Jahre später, im Jahr 1547/1548, wurde das erste Jesuitenkolleg in Messina (Sizilien) gegründet. Warum? Ignatius von Loyola hat schnell erkannt, dass ein Kolleg (mit höherer Schule, außerschulischer Kinder- und Jugendarbeit und Internat) das beste Mittel dazu sei, den "Seelen zu helfen".